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170 Mitarbeitende diskutieren beim 22. Pflegefachtag über berufspolitische Mitsprache, starke Teams, Gesundheit, Vielfalt und Künstliche Intelligenz. DPR-Präsidentin Christine Vogler setzt Impulse für ein selbstbewusstes Berufsverständnis.

Wie kann Pflege den tiefgreifenden Wandel im Gesundheitswesen selbst mitgestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 22. Pflegefachtags der Immanuel Albertinen Diakonie am 10. und 11. September in Berlin. Rund 170 Mitarbeitende aus unterschiedlichen Einrichtungen und Versorgungsbereichen kamen zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen ihres Berufs auszutauschen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Unter dem Motto „Wandel gemeinsam gestalten“ ging es um berufspolitische Mitsprache, starke Teams und Gesundheit im Schichtdienst ebenso wie um Vielfalt, Deeskalation, Selbstfürsorge und den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Den zentralen Impuls gab Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. Sie appellierte an Pflegefachpersonen, ihre Profession selbstbewusst zu vertreten und das Bild der Pflege stärker selbst zu prägen. Professionelle Pflege bedeute weit mehr als die öffentlich häufig diskutierten Themen Fachkräftemangel, Überlastung und Arbeitsbedingungen. Pflegefachpersonen übernähmen hochqualifizierte Aufgaben in Prävention, Beratung, Versorgung und Koordination und müssten entsprechend an Entscheidungen beteiligt werden.

„Pflege steht heute vor enormen Veränderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns einrichtungsübergreifend vernetzen, voneinander lernen und unsere fachliche Perspektive selbstbewusst einbringen“, sagt Joanna Strozyk, Sprecherin der Pflegefachkonferenz für die Altenhilfe. „Der Pflegefachtag schafft genau diesen Raum. Hier kommen Wissen und Erfahrung aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen – und daraus entstehen Ideen, wie wir den Wandel gemeinsam gestalten können“, so Martina Kringe, Sprecherin der Pflegefachkonferenz für die Krankenhäuser.

Ein Format mit langer Tradition

Mit einem eigenen Pflegefachtag setzt die Immanuel Albertinen Diakonie seit mehr als zwei Jahrzehnten auf fachlichen Austausch und Vernetzung innerhalb der Pflege. Bereits 2002 fand der erste Fachtag der damaligen Immanuel Diakonie statt, seit 2004 ist das Format fester Bestandteil der Unternehmenskultur.

Die Grundidee hat sich bis heute nicht verändert: Der Pflegefachtag soll ein Tag „von der Pflege für die Pflege“ sein. Pflegefachpersonen aus unterschiedlichen Einrichtungen und Arbeitsfeldern kommen zusammen, bringen ihre Erfahrungen ein, diskutieren fachliche und berufspolitische Entwicklungen und entwickeln gemeinsame Perspektiven.

Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Reformdruck und steigenden Anforderungen gewinnt diese Form des Austauschs der größten Berufsgruppe in der Immanuel Albertinen Diakonie an Bedeutung. Pflegefachpersonen sollen Veränderungen nicht nur umsetzen, sondern ihre Expertise in die Gestaltung neuer Strukturen und Versorgungsangebote einbringen.

Austausch über Einrichtungs- und Sektorengrenzen hinweg

Organisiert wird der Pflegefachtag von der Pflegefachkonferenz der Immanuel Albertinen Diakonie. In ihr arbeiten Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren sowie Pflegedienstleitungen aus Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Hospizen zusammen. Die Pflegefachkonferenz vertritt die Belange der Pflege im Unternehmen und beschäftigt sich unter anderem mit fachlichen Standards, Personalentwicklung, Ausbildung sowie der Weiterentwicklung pflegerischer Angebote.

Auch 2026 blieb es nicht bei Vorträgen. In acht Workshops arbeiteten die Teilnehmenden an konkreten Fragen aus ihrem Berufsalltag. Themen waren unter anderem Zusammenarbeit und Kommunikation, der Umgang mit herausfordernden Situationen, Gesundheit im Schichtdienst, Selbstfürsorge sowie der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Mehr Informationen zur Immanuel Albertinen Diakonie.

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Basisinformationen

Immanuel Albertinen Diakonie
Die Immanuel Albertinen Diakonie steht für gebündelte Kompetenz für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen.

Dazu dienen Einrichtungen der stationären Krankenhausversorgung, der Altenhilfe, Hospize sowie Medizinische Versorgungszentren. Hinzu kommen die Betreuung von Menschen mit Behinderungen, Angebote unter anderem in der Suchtkrankenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe und der psychosozialen Beratung. Eine hoch spezialisierte Akademie für Aus-, Fort- und Weiterbildung, die Trägerschaft für eine themenverbundene Hochschulausbildung sowie Dienstleistungsgesellschaften runden das Angebot ab.

Mehr als 8.300 Mitarbeitende in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen erwirtschaften in 100 Einrichtungen einen Konzernumsatz von rund 850 Millionen Euro.

Weitere Informationen:
https://immanuelalbertinen.de
https://www.instagram.com/immanuelalbertinen/ https://www.facebook.com/immanuelalbertinen
https://www.youtube.com/immanuelalbertinendiakonie

Ansprechperson für Pressethemen

Dr. Jenny Jörgensen

Kommunikationsmanagerin Presse, Immanuel Albertinen Diakonie