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„Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hände bei uns, ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern!“
(Die Bibel: Psalm 90,17)

Im Alter von 87 Jahren ist Pastor Günther Hierath nach langer, schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie in Birkenwerder verstorben.

Nach Stationen als Baptistenpastor in Jeddeloh, Aurich, Jever und Neu-Isenburg führte ihn die politische Wende zu neuen Aufgaben in die neuen Bundesländer. Ab 1993 war er der erste Krankenhausseelsorger am Herzzentrum Brandenburg sowie in der damaligen Rheumaklinik Berlin-Buch. Später kamen das Immanuel Krankenhaus am Standort Wannsee und das Diakonie Hospiz Wannsee als weitere – teilweise ehrenamtliche – Wirkungsstätten hinzu. Der Hospizarbeit blieb er auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2004 noch mehrere Jahre als Vorsitzender des Fördervereins verbunden.

Alle, die ihm begegnen durften, berichten von seiner gewinnenden Art, seiner Zugewandtheit, seiner Gabe, Menschen zuzuhören und seinem freundlichen spirituellen Geist. Mit großer Leidenschaft liebte er das geschriebene und gesprochene Wort. In der Welt der Literatur zuhause, waren sein „Markenzeichen“ Lesungen – für Patientinnen und Patienten, Gäste im Hospiz sowie Mitarbeitende; um über alles, was das Leben ausmacht, gut ins Gespräch zu kommen. So war es nur folgerichtig, dass er gemeinsam mit seiner Frau Anna in seiner Kirchengemeinde, den Baptisten in Wannsee, ein Erzählcafé ins Leben rief, in dem prominente Gäste aus ihrem Leben berichteten.

Wir werden Günther Hierath als einzigartigen und großartigen Menschen in Erinnerung behalten und wünschen seiner Familie sowie allen, die ihm nahestanden, Kraft und Trost für die kommende Zeit.

Andreas Mende für die Immanuel Albertinen Diakonie, Roy J. Noack für das Immanuel Krankenhaus Berlin, Verena Plocher für das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg und Walther Seiler für das Diakonie Hospiz Wannsee

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