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Für den Ernstfall geübt: Immanuel Klinikum Bernau versorgt 24 Verletzte bei Katastrophenschutzübung
Unangekündigte Übung mit 74 Beteiligten trainiert die Versorgung vieler Verletzter gleichzeitig. Die reguläre Notfallversorgung lief weiter.
Was passiert, wenn innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Verletzte in der Notaufnahme eintreffen? Dieses Szenario hat das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg am Abend des 13. Oktober bei einer Katastrophenschutzübung trainiert. Um die Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben, waren die Klinikmitarbeitenden vorab nicht über die Übung informiert worden.
Angenommen wurde ein Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Bus auf der Autobahn 11 um 18:30 Uhr. Eine Viertelstunde später erhielt das Klinikum innerhalb der Übung die Ankündigung, 25 Verletzte aufnehmen zu müssen – darunter drei schwer, zehn mittelschwer und zwölf leicht verletzte Menschen. Ab 19:00 Uhr trafen die von geschminkten Darstellerinnen und Darstellern gespielten Verletzten über eine Stunde verteilt in der Zentralen Notaufnahme ein: teils mit einem Krankentransport, teils selbstständig.
Wie bei einem tatsächlichen Großschadensereignis veränderte sich die Lage im Verlauf. Insgesamt versorgte das Team schließlich 24 Personen, davon fünf mit schweren, zehn mit mittelschweren und neun mit leichten Verletzungen. Zu den dargestellten Verletzungsbildern gehörte auch eine Amputationsverletzung.
Ziel war es, die Bewältigung eines sogenannten Massenanfalls von Verletzten, kurz MANV, zu trainieren. Dabei müssen die Behandlungsteams in kurzer Zeit die Schwere der Verletzungen einschätzen, Behandlungsprioritäten festlegen und die Versorgung vieler Menschen gleichzeitig organisieren. Insgesamt beteiligten sich 74 Personen: 40 Mitarbeitende des Klinikums, 24 Darstellerinnen und Darsteller sowie zehn Mitglieder des Organisationsteams des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), die unter anderem die Rettungswagen fuhren und die Verletzten in die Notaufnahme transportierten.
Cornel Gratz, der Katastrophenschutzbeauftragte des Klinikums, zog eine sehr positive Bilanz: Die Zusammenarbeit und die Abläufe hätten hervorragend funktioniert. Alle im Szenario dargestellten Verletzten konnten gut versorgt werden.
Die reguläre Versorgung in der Zentralen Notaufnahme lief während der Übung weiter. Patientinnen und Patienten, die selbstständig das Immanuel Klinikum Bernau aufsuchten, wurden weiterhin behandelt – bei dringendem Bedarf sofort. Je nach Situation wurden sie auf längere Wartezeiten hingewiesen. Die Leitstelle Nordost war vorab informiert und konnte die Übung bei der Koordination der Rettungseinsätze in der Region berücksichtigen.
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