Kontakt

10. Psychodynamische Tage auf Langeoog: Jubiläumstagung mit großer Resonanz
Mit 350 Teilnehmenden waren die 10. Psychodynamischen Tage (PdT) auf Langeoog erneut ausgebucht.
Die Jubiläumsausgabe bot Anlass für einen Rückblick auf zehn erfolgreiche Jahre und zeigte zugleich, wie fest die Tagung inzwischen in den Fortbildungskalendern vieler Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verankert ist.
Besonders erfreulich ist die große Verbundenheit vieler Teilnehmenden mit dem Format: Rund zwei Drittel der Gäste waren bereits mehrfach auf Langeoog dabei, zehn haben bislang keine einzige Tagung verpasst. Zum Jubiläum wurde unter diesen langjährigen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern ein Freiplatz für die Psychodynamischen Tage 2027 verlost. Eine Schätzwette und weitere kleine Überraschungen rundeten das Jubiläumsprogramm ab.
Unter dem diesjährigen Motto „Vertrauensfragen – Wahrheit und Täuschung in der Psychotherapie“ widmete sich die Tagung einem Thema von hoher fachlicher und gesellschaftlicher Aktualität. In einer Zeit, in der Misstrauen, Polarisierung und die Verunsicherung durch widersprüchliche Informationen zunehmen, rückten Fragen nach Vertrauen, Verlässlichkeit und Täuschung in den Mittelpunkt – sowohl in der psychotherapeutischen Arbeit als auch im gesellschaftlichen Zusammenleben.
Die wissenschaftlichen Leitungen PD. Dr. Carola Bindt und Prof. Dr. Sönke Arlt hatten wieder gemeinsam mit dem institutsübergreifenden Arbeitskreis ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Die Hauptvorträge beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Prof. Dr. Carsten Spitzer sprach über Dissoziation im Spannungsfeld von Wahrheit und Täuschung, Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier über psychotherapeutische Beziehungen zwischen Empathie und Algorithmus. Prof. Dr. Leonie Kampe zeigte die Bedeutung von Täuschung und Enttäuschung für psychische Entwicklungsprozesse auf, während Dr. Matthias Oppermann kultur- und geisteswissenschaftliche Perspektiven auf Wahrheit und Wirklichkeitskonstruktionen eröffnete. Ergänzt wurden diese Beiträge durch Prof. Dr. Timo Storck, der Vertrauen als Grundkategorie psychodynamischen Denkens beleuchtete, sowie Prof. Dr. Nestor Kapusta, der die Bedeutung grundlegenden Vertrauens für Paarbeziehungen und Bindungen herausarbeitete.
Neben den Hauptvorträgen boten zahlreiche Seminare Raum für fachliche Vertiefung und intensive Diskussionen. Besonders geschätzt wurde erneut die besondere Atmosphäre der Insel. Die unmittelbare Begegnung mit Referierenden, die kurzen Wege und die Möglichkeit, Gespräche auch außerhalb der Veranstaltungsräume fortzusetzen, machen die Psychodynamischen Tage seit Jahren zu einem besonderen Fortbildungsformat. Viele Teilnehmende beschrieben, dass die entschleunigende Umgebung Langeoogs dabei helfe, Abstand vom Alltag zu gewinnen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Die wissenschaftlichen Leitungen, der PdT-Arbeitskreis und die Albertinen Akademie ziehen daher eine rundum positive Bilanz der Jubiläumstagung.
Der Blick richtet sich bereits auf das kommende Jahr: Die 11. Psychodynamischen Tage finden vom 17. bis 21. Mai 2027 auf Langeoog statt und stehen unter dem Thema „Solidarität!?“. Wenn Sie über den Anmeldestart informiert werden möchten, melden Sie sich gerne für den Newsletter an: https://albertinen-akademie.de/pdt/anmeldung-newsletter/
Im Bild: Sönke Arlt, Martin Hirche, Carola Bindt, Thomas Pree, Marion Rehm, Timo Sauer, Christina Bossauer (v.l.)