In akuten psychischen Krisen müssen Betroffenen nicht immer für eine vollstationäre Behandlung in eine Klinik gehen. Im sogenannten Hometreatment kann ein mobiles, fachärztlich geleitetes, multiprofessionelles Behandlungsteam zu den Patientinnen und Patienten nach Hause kommen und sie in den eigenen vier Wänden psychiatrisch behandeln. Diese stationsäquivalente psychiatrische Behandlung, kurz StäB, ist damit ganz im Sinne der Psychiatriereform: Ambulant vor stationär.

In den letzten zwei Jahren hat das mobile psychiatrische Team der Immanuel Klinik Rüdersdorf so mehr als 150 Menschen in akuten Krisen versorgt. Redakteurin Jana Kalms hat das Rüdersdorfer StäB-Team bei ihrer Arbeit begleitet. Psychiater und Leiter des Teams Prof. Dr. med. Sebastian von Peter erklärt gemeinsam mit Genesungsbegleiterin Annette Selzer am Beispiel einer ehemaligen Patientin, welche großen Vorteile die stationsäquivalente Behandlung hat und warum sie bei vielen Betroffenen die bessere Alternative zur stationären Behandlung ist.

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