Das Immanuel Haus Ecktannen in Waren (Müritz) hat eine neue Leitung. Seit 1. April führt Stephan Dumann die Pflegeeinrichtung in der Fontanestraße 40/42 – und hat sein neues Team in den ersten Wochen bereits mit seiner Kreativität, seinem Tatendrang und vor allem mit seiner Begeisterungsfähigkeit angesteckt. Wo andere Herausforderungen sehen, entdeckt der 50-Jährige Potenzial für eine lebendige, aktive Pflege, die sich stets weiterentwickelt und den Menschen mit seinen Bedürfnissen, Wünschen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellt. Dabei setzt er auf den Ideenreichtum und die vielfältigen Kompetenzen seiner Mitarbeitenden.

„Die Mitarbeitenden sollen sich in ihren Verantwortungsbereichen ausprobieren können, sich mit Ideen und Kreativität einbringen und Veränderungen anstoßen. Sie dürfen Dinge auch hinterfragen und neu denken. Das braucht gute Pflege“, sagt Stephan Dumann. Denn nicht nur die Gesetzgebung, auch die Ansprüche der Bewohnerinnen, Bewohner und Tagesgäste veränderten sich immer wieder. „Die Zeit der genügsamen Nachkriegsgeneration ist vorbei. Die Menschen erwarten zurecht gute Angebote, Freizeitgestaltung und auch Komfort. Und wer kennt die Bedürfnisse besser als die Mitarbeitenden in der Pflege und der Betreuung?“

Neugier und Kreativität als Motor

Die Neugier auf Menschen und kreatives Arbeiten durchziehen die beruflichen Stationen des Neubrandenburgers. Nach der Schule lernt er Schrift- und Grafikmaler sowie Innenraumplaner. Während des Zivildienstes in einer heilpädagogischen Einrichtung entdeckt er die „soziale Schiene“ für sich, wie er sagt, und wechselt in die Altenhilfe. Vom Betreuer wird er zum Pflegehelfer und schließlich zum staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger und zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft.

Bei den ihm anvertrauten Menschen sorgt er immer für Abwechslung. Schlittenfahren, Zirkus, Reisen, unterwegs sein, neue Eindrücke gewinnen, schöne Erfahrungen machen, Konzerte und Kultur in die Einrichtung holen – das ist sein Ding. „Zu oft sehen wir nur die Defizite der pflegebedürftigen Menschen. Dabei ist es erstaunlich, was passiert, wenn sie vielseitige Anregungen haben“, sagt Stephan Dumann, der im Urlaub gern andere Länder zu Fuß erkundet, regelmäßig pilgert und in seiner Freizeit die philippinische Kampfkunst Modern Arnis praktiziert und auch unterrichtet.

Altenhilfe neu gestalten

Weil er sich schon bei seinem bisherigen Arbeitgeber immer weiterentwickelt, übernimmt er bald Aufgaben im Qualitätsmanagement, bildet sich selbst fort und die Kolleginnen und Kollegen in der Sozialen Betreuung weiter, wirkt im Fachausschuss der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern mit und wird dann Assistent der Einrichtungsleitung für drei Pflegeeinrichtungen. „Ich dachte zuerst, dass mir durch den Wechsel in Verwaltungs- und Managementaufgaben der Bodenkontakt zu den pflegebedürftigen Menschen fehlen würde. Aber mein Fokus hat sich einfach nur stärker auf die Mitarbeitenden verschoben. Mir gefällt es, zu gestalten und auf die Entwicklung der Einrichtung Einfluss zu nehmen“, sagt der Vater zweier erwachsener Kinder.

Als nach einem kurzzeitigen Wechsel ins Controlling die Gelegenheit kommt, die Leitung des Immanuel Haus Ecktannen zu übernehmen, fällt ihm die Entscheidung für seinen neuen Arbeitgeber deshalb nicht schwer.

Für die Pflegeeinrichtung entscheidet er sich auch, weil ihn die Stellenausschreibung sehr anspricht. „Ich teile das Leitungsverständnis. Eine gute Leitung hält den Mitarbeitenden den Rücken frei, damit sie ihre Arbeit gut und gerne machen können. Sie trifft mutige Entscheidungen und hört auch auf das Team, wenn es darum geht, Antworten auf Herausforderungen zu finden“, sagt Dumann. Auch der überaus wertschätzende Umgang im Bewerbungsprozess und im Team überzeugen ihn.

Angebote erweitern
In seiner neuen Funktion will Stephan Dumann einen ersten Fokus auf die Erweiterung der Sozialen Betreuung in der stationären Pflege und in der Tagespflege legen. Darüber hinaus biete das wunderschön an der Müritz gelegene Objekt noch vielfältige Ausbau- und Erweiterungsmöglichkeiten, die den Mitarbeitenden und neuer Klientel zu Gute kommen sollten, so der Einrichtungsleiter.

„Ich freue mich, dass wir mit Herrn Dumann eine Leitungspersönlichkeit gewinnen konnten, die aus der Region kommt und die Sprache der Menschen spricht. Seine ruhige und besonnene Art, sein Erfahrungsschatz aus vielen, vielen Jahren in der Altenhilfe, seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und seine Neugier auf Neues zeichnen ihn aus“, sagt Herbert Blum, Geschäftsführer von Immanuel Miteinander Leben. „Mitten in einer Pandemie nicht nur seinen Arbeitgeber zu wechseln, sondern vom ersten Tag an Verantwortung an einem neuen Ort zu übernehmen und zu gestalten – dafür zolle ich ihm meinen Respekt.“ Auch die Mitarbeitenden des Immanuel Haus Ecktannen seien angetan von der neuen Leitung und bestätigen dem Geschäftsführer, dass sich die Entwicklungen gut anfühlten.

Das Immanuel Haus Ecktannen hat 61 Plätze in der stationären Pflege und 16 Plätze in der Tagespflege. Zudem betreibt die Einrichtung eine Begegnungsstätte. Das Seniorenzentrum gehört zur Immanuel-Miteinander Leben GmbH, einer Gesellschaft der Immanuel Albertinen Diakonie.

Weitere Informationen über das Immanuel Haus Ecktannen

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