„Wir gehen davon, dass viele Körperfunktionen wie das Schlaf-Wach-System, der Hormonhaushalt, das Sättigungssystem, das gesamte Immunsystem wesentlich abhängig sind von unserer gesunden Flora, also von den Bakterien, die in und an uns leben“, sagt Dr. med. Annette Jänsch, Fachärztin für Innere Medizin in der Hochschulambulanz für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin. Eine Analyse des Mikrobiom gebe somit einen kleinen Einblick in die sehr komplexe Welt der Darmflora. Dadurch sei eine individuelle Therapie von Patientinnen und Patienten mit einer Magen-Darm-Erkrankung, einem Reizdarmsyndrom oder auch Infektanfälligkeit möglich. Dr. Jänsch erklärt, wie genau die mikrobiotische Therapie durchgeführt wird und welche weiteren Erkrankungen damit behandelt werden können.

Für einen gesunden Darm brauchen wir eine gesunde Darmflora, die sich durch eine gesunde Ernährung positiv beeinflussen lasse. Mehr Vollkornprodukte, keine industriell veränderte Lebensmittel, Fructose vorrangig in natürlicher Form und nicht in industriell verarbeiteten Lebensmitteln sind nur einige Empfehlungen für eine der Darmflora zuträglichen Ernährung. Wie die einzelnen Lebensmittel auf die Darmflora wirken, welche neuesten Forschungsergebnisse es über den Zusammenhang von der Darmflora und physischen Erkrankungen gibt und warum bei übergewichtigen Menschen Fructose-haltige Lebensmittel schädlich sein können, erfahren Sie in der Sendung.

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