Patientinnen und Patienten reagieren oft ablehnend gegenüber einer Therapie mit Kortison, weil sie eine Reihe von Nebenwirkungen befürchten. Doch ist diese Ablehnung berechtigt? Prof. Dr. med. Andreas Krause, Chefarzt der Fachabteilung Innere Medizin, Rheumatologie, Klinische Immunologie und Osteologie am Immanuel Krankenhaus Berlin, stellt zunächst die Zusammensetzung des Medikaments sowie die vielfältigen Wirkungen vor und sagt: „Die Wirkungen auf die Entzündung sind untrennbar verbunden mit den anderen Kortisonwirkungen“. Damit sind Nebenwirkungen wie ein gesteigertes Infektionsrisiko, die Entwicklung von Osteoporose sowie andere Stoffwechseleffekte gemeint, die vor allem bei einer hohen Dosis und langen Therapiedauer mit Kortison auftreten.

Wenn Kortison das Immunsystem schwächt, müssen dann Patienten mit rheumatischen Erkrankungen mit einem schwereren Verlauf bei einer Covid-19-Erkrankung rechnen, sollten Rheuma-Patienten sich überhaupt gegen das Coronavirus impfen lassen und mit welcher Impfantwort ist bei gleichzeitiger Kortisontherapie zu rechnen? Diese und weitere Fragen der Zuhörerschaft beantwortet Prof. Dr. med. Andreas Krause in der „Sprechstunde“.

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