Seit eineinhalb Jahren begleitet die Corona-Pandemie den Alltag der Menschen. Seitdem leben vor allem Kinder und Jugendliche in einem Ausnahmezustand, der ihnen abverlangt, sich an diese herausfordernden Situationen anzupassen. Das größte Problem sei die Isolation, die viele Kinder über einen zu langen Zeitraum erfahren hätten, sagt Diplom-Psychologin Anne-Kathrin Hoelzmann, Einrichtungsleiterin der Immanuel Beratung Marzahn. Manche von ihnen waren ein halbes Jahr am Stück nur mit ihren Eltern auf sich allein gestellt. Das habe nicht nur Auswirkungen auf die persönliche Entwicklung.

Mit den geschlossenen Kitas und Schulen während des Lockdowns haben Eltern und Kinder ihre Alltagsstruktur verloren. Hinzu kam die Unsicherheit bei vielen Erwachsenen, die die Kinder spürten und die sich auch auf sie übertrug. Struktur und zeitliche Qualität seien für Kinder in dieser Situation grundlegend. Deshalb habe das Beraterteam um Anne-Kathrin Hoelzmann den Familien Tipps für die Alltagsgestaltung und ein respektvolles Miteinander gegeben. Kinder bräuchten stabile Ansprechpartner und Zuspruch. „Es geht darum, für die Kinder wirklich da zu sein“, sagt sie.

Die persönliche Beratung auch während der Pandemie aufrechtzuerhalten, war ein großes Anliegen der Einrichtungsleiterin Anne-Kathrin Hoelzmann. Dadurch konnte das Beraterteam mit den Menschen vor Ort in Kontakt bleiben und ihnen bei bürokratischen sowie familiären Herausforderungen zur Seite zu stehen. Welche weiteren Probleme die Menschen während der Coronakrise hatten, welche positiven Signale es aufgrund der ausgiebigen Familienzeit aber auch gab und wie die Beratungsstelle unterstützt werden kann, erfahren Sie in der Sendung „Natürlich gesund“.

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