Am gestrigen Abend wurde erstmals der Korian Stiftungsaward für Vielfalt und Respekt in der Pflege verliehen: Das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg erhielt die Auszeichnung für sein Engagement für LSBTI*-kultursensible Pflege. Der Preis wurde auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin als Deutscher Pflegepreis in der Kategorie Vielfalt und Respekt vergeben. Der Deutsche Pflegepreis ist die höchste Auszeichnung der Pflege und würdigt wegweisende Projekte und inspirierende Personen aus der Pflege.

Herbert Blum, Geschäftsführer der Immanuel-Miteinander Leben GmbH, Trägerin des Immanuel Seniorenzentrums Schöneberg: „Ich bin begeistert, dass das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg den Korian Stiftungsaward für Vielfalt und Respekt in der Pflege erhält. Als Einrichtung in freikirchlicher Trägerschaft setzen wir damit ein deutliches Zeichen. Den Mitarbeitenden des Seniorenzentrum Schöneberg, allen voran dem Einrichtungsleiter Ralf Schäfer, bin ich sehr dankbar, dass über Vielfalt und Respekt nicht nur geredet wird, sondern dass sie gelebt werden. Als Immanuel-Miteinander Leben GmbH werden wir den eingeschlagenen Weg fortsetzen.“

Mit dem Preis will die Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern das Thema Vielfalt in den Mittelpunkt rücken und die Pflegebranche, Institutionen und Unternehmen zur diversitätssensiblen Pflege in der täglichen Pflegearbeit ermutigen.

„Wir leben in einer diversen Gesellschaft, jedoch spiegelt sich diese Lebensrealität nicht immer und überall in der täglichen Arbeit, im Miteinander wider. Doch wenn wir von Respekt in der Fürsorge sprechen, muss auch das Thema Vielfalt immer präsent sein. Das braucht viel Kommunikation und Kompetenz. Daher ist es großartig, wenn sich Institutionen wie das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg auf diesen Weg machen. Das mag nicht immer leicht sein, aber lohnenswert ist es allemal“, so Elisabeth Scharfenberg, Vorständin der Korian Stiftung.

Lesben, Schwule, bisexuelle, transsexuelle und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI*) würden noch zu oft Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt erleben, so Elisabeth Scharfenberg in ihrer Laudatio. „Umso wichtiger sind diskriminierungsfreie Orte, umso wichtiger sind Orte der Akzeptanz, gerade im Alter und bei Pflegebedürftigkeit.“

Neben der Trophäe gab es ein Preisgeld von 2.000 Euro, das die Immanuel-Miteinander Leben GmbH in Diversity-Fortbildungen ihrer Mitarbeitenden in ihren weiteren Einrichtungen in der Pflege, Sucht- und Behindertenhilfe investieren möchte.

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